December 20, 2016
5 Lügen, mit denen man sich selbst betrügt

5 Lügen, mit denen man sich selbst betrügt

Fast alle von uns kennen das Gefühl, mal wieder so richtig unproduktiv durch das Semester zu schludern. Eigentlich möchte man ja wirklich (dieses Mal aber wirklich wirklich!) etwas schaffen. Tatsächlich zur neun-Uhr-Vorlesung gehen, tatsächlich früh für die Klausur büffeln, tatsächlich die Hausarbeit rechtzeitig anfangen, tatsächlich das Referat nicht am Abend vorher fertig machen, aber am Ende macht man es doch wieder nicht. Die Studentenlogik macht dann folgendes: Wir lügen uns selber an, um Ausreden dafür zu finden, warum wir nicht das machen, was wir machen sollten.

Die fünf größten Produktivitätslügen wollen wir uns jetzt einmal genauer ansehen. Außerdem zeigen wir dir, wie man diese Lügen so umformulieren kann, dass sie einen tatsächlich weiterbringen.

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1. Das erledige ich nachher / später / morgen …

Klar, man kann nicht alles immer sofort erledigen und das sollte man vermutlich auch gar nicht. Sich einzureden, man würde die Zusammenfassung aber bestimmt morgen schreiben, weil man gerade keine Lust dazu hat, ist aber etwas ganz Anderes, als bewusst zu priorisieren. Priorisieren bedeutet übrigens nicht, dass es immer um Arbeit gehen muss. Ich kann auch ganz bewusst meine Lieblingsserie oder ein Date priorisieren.  Man fährt wesentlich besser, wenn man sich sagt: Das erledige ich, wenn ich wirklich Zeit dafür habe. Ein kleiner Bonustipp: Versucht doch einfach mal alle Dinge, die weniger als zwei oder drei Minuten eurer Zeit beanspruchen direkt zu erledigen. Das wirkt Wunder!

2. Das bekomme ich sowieso nicht gut hin!

Es gibt mehr Perfektionisten unter uns, als man denkt. Gerade der eigene Perfektionismus ist aber oft das größte Hindernis. Etwas gar nicht erst zu versuchen, ist eigentlich immer schlechter, als es vielleicht nicht perfekt hinzubekommen. Natürlich ist es schön, etwas wirklich richtig gut zu machen. Wenn man aber ehrlich ist, wird nur in den seltensten Fällen von uns Perfektion erwartet. Ganz davon abgesehen, wächst man ja auch bekanntlich an den Aufgaben. Eine gesunde Einstellung ist also oft vielmehr: Das bekomme ich schon irgendwie so hin, dass es funktioniert!

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3. Ich habe doch sowieso nichts davon!

Nicht alle Aufgaben erscheinen (oder sind) tatsächlich sinnvoll oder gar erfüllend. Man muss zum Beispiel kein Genie sein, um zu sehen, dass die ein oder andere Klausur wirklich wenig mit Bildung und sehr viel mit blöder Selektion zu tun hat. Trotzdem befindet man sich ja, oftmals sogar freiwillig, in der Situation, dass auch die unangenehmen und auf den ersten Blick sinnlosen Dinge erledigt werden müssen. Ein Ausweg kann darin bestehen, in jeder Sache den positiven Kern zu finden (#Kalenderspruch). Ich muss das jetzt zwar machen, aber immerhin kann ich etwas daraus lernen!

4. Der Zug ist jetzt sowieso schon abgefahren!

Jeder kennt das Gefühl: Die Deadline rückt immer näher! Und langsam aber sicher wird es wirklich schwer, das miese Gefühl mit Netflix und gutem Essen zu beruhigen. Irgendwann kommt dann der Moment, wo man das Gefühl hat, dass man es jetzt definitiv versaut hat. Erfahrungsgemäß kann man aber fast immer noch etwas reißen! Mach dir nur klar, dass man nichts zu verlieren hat. Das ist schließlich immer noch besser als gar nichts zu machen. Man kann oft viel mehr schaffen, als man denkt. Ich kenne Menschen, die haben ihre Bachelorarbeit, aus der absoluten Not heraus, in einigen Tagen geschrieben. Warum also nicht einfach mal sagen: Ich mache jetzt das Beste aus meiner Situation und zeige der Welt, was man in drei Nächten schaffen kann!

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5. Die anderen können es sowieso besser!

Die anderen können alles besser und haben ihre Leben generell viel besser im Griff. So scheint es zumindest. Die Wahrheit ist aber leider (zum Glück?) oft eine andere: Fast alle haben im Studium dieselben Probleme. Manche sind nur viel besser darin, so zu tun, als hätten sie alles unter Kontrolle. Wir erinnern uns an das schöne Facebook-Motto: Done is better than perfect! Niemand hat das Recht euch zu belächeln, wenn ihr es zumindest versucht habt. Erst recht nicht dann, wenn diejenigen es vielleicht besser gekonnt hätten, es einfach nicht getan haben. Wenn alle darauf warten, dass jemand anderes (“jemand besseres”) es tut, dann tut es am Ende niemand. Ich mache das jetzt so gut, wie ich es kann und dann müssen die anderen erst einmal beweisen, dass sie es wirklich besser können!

 

Zusammengefasst könnte man auch einfach sagen: Seid ehrlich zu euch selbst! Traut euch neues auszuprobieren und lasst euch nicht davon beirren, was andere für richtig, machbar oder notwendig halten. Vielleicht ist man gerade dann produktiv, wenn man genau das tut, was man gerade selbst für wirklich richtig hält – ganz unabhängig von dem, was alle anderen denken.

Kennt ihr noch andere Lügen mit denen ihr euch oft selbst im Wege steht? Dann lasst es uns doch in einem Kommentar wissen.

 

Dies ist ein Gastbeitrag unseres Partners Studybees.

Über den Autor: Ingo ist der kreative Kopf bei Studybees – einem Vermittlungsportal, auf dem Studenten und Abiturienten Crashkurse und Einzelnachhilfe finden können. Das Besondere dabei ist, dass sowohl die Crashkurse als auch die Nachhilfe speziell auf die jeweilige Prüfung zugeschnitten sind. Es ist also egal, ob man zum Beispiel einen Crashkurs für Statistik I in Berlin sucht, einen Mathe-Abi-Vorbereitungskurs in München, oder einfach einen Mitstudenten, der VWL erklären kann – Bei Studybees findet man ein passendes Angebot.

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1 Gedanke zu “5 Lügen, mit denen man sich selbst betrügt”

  • 1
    rotulos am August 15, 2018 Reply

    Thank you for your blog post.Really thank you! Much obliged.

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